Dynastie Stey

VON DER ARENA ZUM SCHWEIZER TRADITIONSZIRKUS STEY

Die Familie Stey dürfte eine der ältesten Zirkus-Dynastien der Welt sein. Bereits 1437 wird in einer Chronik erstmals der Name „Stey“ im Zusammenhang mit Gauklern erwähnt.

Der allererste Stey soll ein Müllersohn aus England gewesen sein, der ins Elsass eingewandert ist und dort das Gauklertum und die Artistik kennengelernt hat.

Mit Ururgrossvater Heinrich Stey liessen sich die Steys in der Schweiz nieder und zwar in der Gemeinde Lachen am oberen Zürichsee.
Er heiratete Mathilde Levy, die aus einer Wanderschauspieltruppe entstammte. Sie brachte acht Kinder zur Welt, die alle dem Artistenberuf treu blieben. Einige Brüder wanderten nach Amerika aus und gründeten dort eine weltberühmte Hochseiltruppe.

Sohn Isidor baute Anfang der zwanziger Jahre die elterliche Arena zu einer der namhaftesten reisenden Arenen der damaligen Zeit aus. Zusammen mit seiner Frau Aline hatte er drei Kinder. Helene, Mathilde und Heinrich.

1949 wurde das erste Zirkuszelt mit zwei Masten angeschafft.

1962 trennten sich die drei Geschwister. Mathilde führte zusammen mit ihrem Mann Willi Speichinger, einem Schreiner aus Schaffhausen, den traditionsreichen Zirkus Stey weiter.

Ebenfalls 1962 wurde erstmals ein Zirkuszelt mit vier Masten für die Tournee durch die Schweiz gekauft.

Mathilde war die „Zirkusmutter“ und Willi der Handwerker und zudem als Clown „Cilo“ der Freund aller Besucher. Zusammen haben sie die Söhne Rolf und Bruno. Rolf lernte die hübsche Metzgerstochter Irene Mettler aus Märstetten kennen und lieben. 1969 heirateten sie und kreierten die bis heute einmalige und weltberühmte Messerwurf-Darbietung „Two Tornados“.

Nach dem plötzlichen Tod von Mutter Mathilde im Jahr 1983 zog sich Vater Willi aus der Manege zurück und übergab den Betrieb seinen beiden Söhnen Rolf und Bruno.

1993 schied Bruno mit seiner Familie aus dem Betrieb aus.

Seither wird das Unternehmen erfolgreich von Irene, Rolf und deren Sohn Martin geführt.

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